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Insolvenzantrag abgewiesen?

Gerade im Falle der Abweisung des Antrages auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens mangels Masse ergibt sich ein für die Betroffenen meist unerkannter Handlungsbedarf, einerseits zur Abwendung von Nachteilen für Geschäftsführer und Gesellschafter, andererseits zur steuerlichen Optimierung.

Hier sollte auch in einer ausweglos erscheinenden Situation ein auf diesem Gebiet erfahrener Rechtsanwalt konsultiert werden.
 

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Abschlusspflicht auch in der Liquidation

Die Pflicht zur Einreichung der Jahresabschlussunterlagen besteht auch, wenn die Gesellschaft den Geschäftsbetrieb eingestellt oder die Liquidation beschlossen hat. Fehlende Mittel für den Steuerberater/Wirtschaftsprüfer können zur Befreiung von der Prüfungspflicht führen, nicht jedoch zur Befreiung von der Pflicht zur Einreichung der Jahresabschlussunterlagen.
(LG Bonn, Beschluss vom 02.12.2008 - Az. 37 T 627/08 -)


Zum Verschulden bei verspäteter Einreichung

Zur Verhängung des Ordnungsgelds gemäß § 335 HGB ist, ausgehend von dem strafähnlichen Charakter des Ordnungsgelds, das Verschulden positiv festzustellen, eine Vermutung wie in § 280 Abs. 1 S. 2 BGB greift nicht ein.
(LG Bonn, Beschluss vom 30.06.2008 - Az. 11 T 48/07 -)


Abschlusspflicht auch in der Liquidation

Auch während eines Insolvenzverfahrens sind die Geschäftsführer grundsätzlich zur fristgerechten Einreichung der Jahresabschlussunterlagen verpflichtet.
(LG Bonn, Beschluss vom 30.06.2008 - Az. 11 T 48/07 -)


Sanierung und Restrukturierung

Wir haben gute Erfolge bei der Sanierung und Restrukturierung kleinerer und mittlerer Unternehmen. Dabei beschränken wir uns nicht nur auf die Erstellung von Gutachten und Maßnahmekatalogen, sondern begleiten alle wesentlichen Maßnahmen bis zum Erfolg. Der vom üblichen abweichende Ansatz liegt darin, nicht nur abstrakte betriebswirtschaftliche Daten zu prüfen und allgemeine Schlüsse zu ziehen, sondern alle wesentlichen Einnahme- und Ausgabepositionen sowie die steuerliche Situation unmittelbar zu prüfen und zu optimieren, erforderlichenfalls defizitäre oder das Kerngeschäft beeinträchtigende Bereiche zu verwerten.

Bereits hiermit kann in vielen Fällen eine Konsolidierung erreicht werden.

Wird diese nicht erreicht, entsteht ein für Gläubiger nachvollziehbares Konzept mit bislang höchster Akzeptanz bei Gläubigern, Banken und Förderinstituten. Unter Verwendung dieses Konzepts kann in vielen, dem Betroffenen zunächst auch als aussichtslos erscheinenden Fällen eine außergerichtliche Einigung - früher einfacherweise "Vergleich" genannt - mit allen Gläubigern erreicht und das Unternehmen stabilisiert werden. Die Erfahrung zeigt, dass Gläubiger eher zu erheblichen Abstrichen bereit sind, als sich auf ein in der Regel ergebnisloses Insolvenzverfahren einzulassen.

Sanierungskonzepte

Neben Wertgutachten erlangen Sanierungskonzepte eine zunehmende Bedeutung. Diese kommen in der Regel dann in Frage, wenn ein Großgläubiger die Insolvenz des Unternehmens vermeiden möchte und, unter Übernahme der Risiken im Falle des Scheiterns, also eines Insolvenzverfahrens, durch Forderungsverzicht und regelmäßig Hingabe neuen Kapitals eine nachhaltige Stabilisierung des Unternehmens anstrebt. Im Sanierungskonzept geht es daher es um die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Unternehmen dauerhaft stabilisiert werden kann, sowie, ausgehend von den Gründen der Krise, um Maßnahmen, die zur Befriedigung anderer Gläubiger und zur Stabilisierung ergriffen werden müssen.

Wir erstellen Sanierungskonzepte entsprechend dem Standard IDW S 6 ‑ Anforderun­gen an die Erstellung von Sanierungskonzepten -.

Eigenverwaltung - Bescheinigungen nach § 270b InsO

Wird eine solche Sanierung nicht erreicht, besteht die Möglichkeit, bei drohender Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens und zugleich die Eigenverwaltung zu beantragen. Diesem Antrag ist eine mit Gründen versehene Bescheinigung eines in Insolvenzsachen erfahrenen Steuerberaters, Wirtschaftsprüfers oder Rechtsanwalts oder einer Person mit vergleichbarer Qualifikation vorzulegen, aus der sich ergibt, dass drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, aber keine Zahlungsunfähigkeit vorliegt und die angestrebte Sanierung nicht offensichtlich aussichtslos ist.

Wir erstellen solche Bescheinigungen nach Maßgabe des bislang im Entwurf vorliegenden Standards IDW ES 9 für kleinere Unternehmen.